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Naturkunde Museum Eröffnung - Fotoclub Coburg

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Naturkunde Museum Eröffnung

Club AKTUELL
Fotografie 2026 im Naturkunde-Museum Coburg
Jahresschau der erfolgreichsten Bilder des Fotoclub Coburg
Die Veranstaltung zeige einmal mehr die lange Tradition des Fotoclubs sowie einen frischen Impuls, der die Vielseitigkeit der Arbeiten seiner Mitglieder in den Blick nimmt und Besucherinnen und Besucher einlädt, den Blick auf die Welt neu zu entdecken, so der Vorsitzende der Coburger Landesstiftung und Alt-OB Norbert Tessmer.
In seiner Eröffnungsrede hob Tessmer die Verbundenheit mit dem Fotoclub hervor und würdigte die Entwicklung der Ausstellung über viele Jahre hinweg. Ohne in Nostalgie zu verfallen, habe er in meinen Unterlagen recherchiert, wie lange meine Verbindung zum Fotoclub zurück reicht. Die ersten gespeicherten Grußworte und Schirmherrnreden reichen bis ins Jahr 2004 zurück.  
„Ich durfte und darf den Fotoclub, mit Klaus Wöhner an der Spitze, begleiten, beiwohnen und mich an der Kunst der Fotografie bei unzähligen Jahresausstellungen und Diaschauen erfreuen.“ Eine lange Zeit, eine lange Zeit auch der Ausstellungsorte; vom Hexenturm, der alten Angerhalle bis hier her ins Naturkundemuseum.  Dabei habe er als Außenstehender mitverfolgen können, was die Fotografie in den vergangenen Jahrzehnten für einen bemerkenswerten Wandel erlebt hat.  Viele der hier Anwesenden erinnern sich noch gut an die Zeit, als zunächst ein Film sorgfältig in die Kamera eingelegt wurde. Jedes Bild war wohlüberlegt, denn die Zahl der Aufnahmen war begrenzt. Anschließend wurde der Film entwickelt, Abzüge wurden im Fotolabor oder in der Dunkelkammer erstellt – ein spannender Prozess, bei dem das fertige Bild erst nach und nach sichtbar wurde. Heute genügt ein kleiner Chip in der Kamera oder im Smartphone. Tausende von Fotos können gespeichert, sofort betrachtet, bearbeitet und mit anderen geteilt werden. Die Technik hat die Fotografie einfacher, schneller und für viele Menschen zugänglicher gemacht.
Doch eines hat sich trotz aller technischen Entwicklungen nicht verändert: Ein gutes Foto entsteht nicht durch die Kamera allein.  Es lebt vom Blick der Fotografin oder des Fotografen, vom Gespür für Licht, den richtigen Moment, den Bildaufbau und die Geschichte, die ein Bild erzählt. Genau diese unterschiedlichen Blickwinkel und Geschichten finden die Besucher in dieser Ausstellung. Jedes Bild trage die persönliche Handschrift seines Urhebers zu den Themen: „Zwei – Rund und Eckig“ und beim freien Thema – „In Franken unterwegs“. Fotografie hält Augenblicke fest, erzählt Geschichten und eröffnet neue Perspektiven. Sie zeigt nicht nur, was wir sehen, sondern auch, wie wir die Welt wahrnehmen.
Die Mitglieder des Fotoclubs verbindet die Freude am Fotografieren – unabhängig davon, ob Landschaften, Menschen, Architektur, Natur oder abstrakte Motive im Mittelpunkt stehen. Die Vielfalt der gezeigten Bilder zeigt, wie unterschiedlich ein und derselbe Moment gesehen und festgehalten werden kann. „Ein besonderer Dank galt Dr. Christoph Unger, dem neuen Leiter des Museums, der mit seiner Eröffnungspremiere eine neue Ära markiert.

Seit 1997 präsentieren die Mitglieder des Clubs der Öffentlichkeit die besten Arbeiten aus der Fotografie, so Manuel Ferrer in seinem Grußwort.  Ursprünglich startete die Tradition in der Alten Angerturnhalle beim Schützenfest; seit 2019 sind die Bilder im Naturkunde-Museum Coburg zu Gast – und der Rahmen könnte kein würdigerer sein.
Dieses Mal zeigen die Ausstellerinnen und Aussteller rund 100 Exponate. Im Zentrum steht – wie gewohnt – die wunderschöne fränkische Heimat. Zur Jahresschau haben sich die Fotografinnen und Fotografen wieder mächtig ins Zeug gelegt. Neben dem „Freien Thema“ und der Kategorie „In Franken unterwegs“ gab es zwei herausfordernde Nüsse zu knacken: Die Themen „Zwei“ sowie „Rund und Eckig“. Bewertet wurde die Ausstellung gemäß den strengen Regularien des Deutschen Verbands für Fotografie (DVF) durch die vhs-foto-amberg – eine Prüfung, die beeindruckende Blickfänge auf die Wände zaubert.
In einer Zeit, in der fast jeder ein Smartphone in der Tasche hat, erinnert die Auftaktrede daran, dass ein Foto mehr ist als ein Schnappschuss: Ein bewusst gestaltetes Bild kann als Anker in der Zeit dienen, die Wahrnehmung schärfen und bleibende Erinnerungen schaffen. Es fordert Kreativität, Abstraktion und Ausdauer hinter der Kamera – und eröffnet neue Perspektiven auf die eigene Heimat. Zu den ausstellenden Fotografinnen und Fotografen gehören Erika und Robert Büchner, Angelika und Michael Dietrich, Friedhelm Doell, Leonid Eisemann, Manuel Ferrer Tellols, Dr. Patricia Fitz, Andreas Halter, Wilhelm Hommert, Peter Leutheußer, Ralf Löffler, Thomas Müller und Klaus Wöhner. Bis Januar 2027 wird diese interessante Ausstellung der Fotografen des Coburger Fotoclubs in den Räumlichkeiten des Naturkunde-Museums zu sehen sein.
Text: Wofgang Desombre
Fotos: Fotoclub Coburg
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